Künstliche Intelligenz als täglicher Begleiter – zwischen Werkzeug und Wunder

Erik Dachselt | Mainblick Marketing | 27.11.2025

Künstliche Intelligenz ist überall – aber was bedeutet das konkret für den Arbeitsalltag in kleinen und mittleren Unternehmen? In diesem Impuls zeigt Marketing-Architekt Erik Dachselt, wie wir KI nicht als Ersatz, sondern als Erweiterung unserer Fähigkeiten nutzen können. Humorvoll und praxisnah wird aus „Science Fiction“ ein alltagstaugliches Werkzeug, das uns beim Denken, Strukturieren und Entscheiden unterstützt.

Mensch + Maschine = erweiterte Fähigkeiten

Der Begriff „Cyborg“ klingt nach RoboCop, Iron Man und Inspector Gadget – nach Science Fiction und Hightech. Im Vortrag übersetzt Erik Dachselt dieses Bild in unseren Alltag:
Ein Cyborg ist im Kern ein Mensch, dessen Fähigkeiten durch Technologie erweitert werden.

Genau das passiert heute mit KI:

  • Wir strukturieren Gedanken schneller.
  • Wir finden Informationen, die sonst mühsam zu recherchieren wären.
  • Wir prüfen Ideen und Konzepte mit einem intelligenten Assistenten.

Nicht der Mensch wird ersetzt, sondern seine Möglichkeiten werden erweitert:
Ich bin nicht ersetzt, ich bin erweitert.

Der „KI-Borg“: Was der Mensch mitbringt – und was KI ergänzt

Dachselt beschreibt sich selbst mit einem Augenzwinkern als „KI-Borg“:

  • Menschliche Basis: Kommunikation, Strategie, Marketing-Know-how
  • Digitale Erweiterung: KI für Recherche, Analyse, Strukturierung von Inhalten

Entscheidend ist dabei:

Ein Cyborg ist nur so gut wie sein Mensch.

KI verstärkt, was da ist.

  • Wer klare Ziele und Fragen hat, bekommt klaren, nützlichen Output.
  • Wer unpräzise denkt, verstärkt mit KI nur die eigene Unsicherheit.

Gute Prompts sind gutes Denken

Der Vortrag zeigt an konkreten Beispielen, wie sich gute von schlechten Eingaben („Prompts“) unterscheiden.

Schlechter Prompt:

„Schreib mir einen Text über Künstliche Intelligenz.“

Ergebnis: generisch, austauschbar, ohne Bezug zur Zielgruppe.

Guter Prompt:

  • nennt Zielgruppe (z. B. kleine Unternehmen),
  • beschreibt Tonalität (optimistisch, praxisnah),
  • setzt eine klare Länge,
  • hat ein konkretes Ziel (z. B. LinkedIn-Post mit Call-to-Action).

So wird KI von der Textmaschine zum echten Denkpartner.
Dachselt schlägt dabei den Bogen zu Sokrates:
Wer weiß, dass er nicht alles weiß, stellt bessere Fragen – und genau davon lebt der sinnvolle Einsatz von KI.

Praxisbeispiel: Barrierefreie Websites mit KI leichter denken

Anhand des Themas digitale Barrierefreiheit zeigt der Vortrag, wie KI komplexe Anforderungen greifbar macht. KI kann unter anderem:

  • gesetzliche Änderungen verständlich zusammenfassen,
  • Tabellen mit Anforderungen und Bedeutungen für Websites erstellen,
  • Entwürfe für Texte und Strukturen WCAG-orientiert prüfen,
  • typische Barrieren (Kontrast, Alt-Texte, Tastaturbedienung) aufzeigen.

Im Vergleich:

  • Ohne KI: viele Regelwerke, viel Handarbeit, hohes Fehlerrisiko.
  • Mit KI: schneller Überblick, strukturierte Hinweise – bei weiterhin nötiger menschlicher Kontrolle.

So wird KI zum Werkzeug, um komplexe Themen für KMU handhabbar zu machen.

KI zwischen Hype, Alltag – und mittelmäßigem Humor

Der aktuelle KI-Hype wird im Vortrag ironisch gebrochen: KI ist zugleich die „Sau, die durchs Dorf getrieben wird“ und das „Taschenmesser in der Hosentasche“.

  • Manche Dinge tun wir mit KI, weil es sinnvoll ist (Recherche, Struktur, Checks).
  • Andere Dinge tun wir, weil wir es können (z. B. Bilder generieren – nicht immer nötig).

Ein KI-generierter Witz über eine „empfindliche“ Maschine zeigt:

  • KI kann erstaunlich witzig wirken,
  • aber echte Originalität und situativer Humor bleiben eine Stärke des Menschen.

Vom Zuhörer zum Cyborg: Wo erweitert KI meinen Alltag?

Zum Abschluss lädt Dachselt die Teilnehmenden ein, selbst über ihre „Cyborg-Momente“ nachzudenken:

  • Wo nutzen Sie KI heute schon – vielleicht ohne es so zu nennen?
  • Welche wiederkehrenden Aufgaben könnten Sie an KI delegieren?
  • Wo fehlt Ihnen Wissen, das eine KI-Recherche in Minuten liefern könnte?
KI - die Sau, die gerade durch den Ort getrieben wird.

KI – die Sau, die gerade durch den Ort getrieben wird. 

Die Botschaft:
Cyborg-Sein ist keine technische Science-Fiction, sondern eine Haltung.
Wer KI bewusst als Werkzeug nutzt, denkt klarer, arbeitet fokussierter und trifft fundiertere Entscheidungen – gerade im Mittelstand.

Das nehmen Sie mit

  • Entzauberter Blick auf KI: weder Wundermaschine noch Bedrohung, sondern Werkzeug.
  • Konkrete Ideen für den Alltag: bessere Prompts, smartere Recherche, Unterstützung bei komplexen Themen wie Barrierefreiheit.
  • Neue Rolle für sich selbst: nicht „ersetzt durch KI“, sondern erweitert durch KI – als moderner „Cyborg“ im Büroalltag.